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Wirbelsäulearthritis
Erfahren Sie mehr über Wirbelsäulenarthritis und deren Behandlung in diesem Beitrag.
Was ist Wirbelsäulenarthritis?
Spinale Arthritis, Spondylose oder auch rheumatoide Arthritis sind Sammelbegriffe für verschiedene Erkrankungen der Wirbelsäule, die alle durch einen entzündlichen Charakter gekennzeichnet sind.
Der Sammelbegriff Wirbelsäulenarthritis umfasst Folgendes:
– Morbus Bechterew
– Psoriasis-Arthritis
– Reaktive Arthritis (Reiter-Krankheit, postinfektiöse Arthritis)
– Enteropathische Arthritis (Gicht) bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa)
– Undifferenzierte Spondyloarthropathie
Arthritis der Wirbelsäule
Bei der Wirbelsäulenarthritis kommt es zu einer Entzündung der Anheftungen zwischen den Bandscheiben und den entsprechenden Wirbeln.
Die Entzündung verursacht Schwellungen und Schmerzen, während sowohl die Bandscheiben als auch die Verklebungen zwischen ihnen an Elastizität verlieren.
Die erhöhte Steifigkeit des Gewebes infolge einer Entzündung trägt zu Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule bei.
Langfristig führt der Entzündungsprozess zum Abbau von Gewebe an den Bandscheiben und ihren Anhaftungen. Als Folge davon bildet der Körper neues Knochengewebe, sogenannte Osteophyten/Syndesmophyten. Insbesondere bei Spondylitis werden Knochenneubildungen als Syndesmophyten bezeichnet, wodurch die Wirbelsäule auf einem Röntgenbild wie ein Bambusstab aussieht.
Quelle: https://www.rheuma-liga.de/rheuma/krankheitsbilder/
Anatomie der Wirbelsäule und die Auswirkungen von Arthritis
Die Wirbelsäule besteht aus 33 Wirbeln mit unterschiedlichem Aussehen, die sich wie folgt verteilen:
- 7 Halswirbel
- 12 Brustwirbel
- 5 Lendenwirbel
- 5 zusammengewachsene Beckenwirbel (Kreuzbein)
- 4 zusammengewachsene Wirbel (Steißbein)
Die einzelnen Wirbel der Wirbelsäule sind durch eine Bandscheibe voneinander getrennt, außer zwischen den zusammengewachsenen Wirbeln, die das Kreuzbein und das Steißbein bilden. Die Scheiben dienen dazu, die Beweglichkeit der Rückseite zu gewährleisten. Bei bildgebenden Verfahren (CT, MRT) ist zu erkennen, dass die Scheiben je nach ihrer Position auf der Rückseite unterschiedliche Dicken aufweisen.
Die Bandscheiben bestehen aus einem relativ weichen Kern, dem Nucleus pulposus, der von einem starken äußeren Ring, dem Anulus fibrosus, umgeben ist. Der obere und untere Teil der Bandscheibe sind mit dem jeweils darüber und darunter liegenden Wirbel zusammengewachsen.
Der Rücken eines Erwachsenen besteht aus 4 Krümmungen, die zu einer stoßdämpfenden Funktion beitragen. Die Krümmungen werden Lordose (Krümmung nach vorne) und Kyphose (Krümmung nach hinten) genannt. Nacken und Lendenwirbelsäule weisen von Natur aus eine Lordose auf, während Brustwirbelsäule und Becken eine Kyphose aufweisen.
Entzündung der Wirbelsäule
Bei entzündlichen Erkrankungen der Wirbelsäule ist typischerweise die Verbindung zwischen Bandscheibe und Wirbel betroffen.
Bei länger anhaltender Entzündung der Wirbelsäule kommt es im weiteren Verlauf des Prozesses zu Verkalkungen im äußeren Teil der Bandscheibe, dem Anulus fibrosus, der normalerweise aus festes Knorpelgewebe mit geringer Elastizität besteht.
Durch Verkalkungen wird diese Elastizität noch weiter verringert. Gleichzeitig können sich an den Enden der Wirbel Osteophyten bilden, was zu einer Verbreiterung der Wirbel nach unten und oben führt und die Beweglichkeit der Wirbelsäule einschränkt.
Der untere Rücken und die Brustwirbelsäule werden mit der Zeit kyphotischer, sodass Sie sich mit der Zeit stärker nach vorne beugen werden.