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Verstopfung und Durchfall
Erfahren Sie mehr über Verstopfung und Durchfall sowie deren Behandlung in diesem Beitrag.
Verstopfung und Durchfall
Verstopfung und Durchfall sind sehr häufige Magen-Darm-Beschwerden in Deutschland, die oft durch Ernährung, Stress oder das Reizdarmsyndrom ausgelöst werden. Etwa jeder Fünfte in Deutschland leidet zeitweise unter trägem Stuhl oder unregelmäßigen Verdauungsproblemen. Für viele Menschen kann Verstopfung stark belastend sein und die Lebensqualität beeinträchtigen. Zudem haben viele mit diesem Problem zu kämpfen, ohne überhaupt zu bemerken, dass sie tatsächlich unter Verstopfung leiden.
Forstoppelse? Bestil tid i dag
Quelle: https://www.gesundheitsinformation.de/reizdarmsyndrom.html
Was ist Verstopfung?
Verstopfung lässt sich als harter oder träger Stuhl, als Stuhl, der nur schwer abgesetzt werden kann, und/oder als lange Intervalle zwischen den Stuhlgängen (seltene Stuhlgänge) beschreiben. Bei Verstopfung kann der Stuhl auch klumpig sein. In vielen Fällen können Tage – und in seltenen Fällen Wochen – vergehen, bis es der Person gelingt, Stuhlgang zu haben. Physiologisch gesehen ist es der Dickdarm, der sicherstellt, dass der Stuhl geformt und in das Rektum befördert wird. Verschiedene Probleme im Zusammenhang mit dem Dickdarm und/oder der Regulierung des Verdauungssystems können die Entstehung von Verstopfung beeinflussen. Auch die Dauer der Verstopfung kann von Person zu Person unterschiedlich sein.
Chronische Verstopfung
Chronische Verstopfung ist definiert als drei oder weniger Stuhlgänge pro Woche über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten. Die Ursachen chronischer Verstopfung entsprechen meist denen der gewöhnlichen Verstopfung; allerdings müssen häufig auch krankhafte Veränderungen des Darms – wie etwa Krebs, Neuropathien mit Beeinträchtigung der autonomen Nervenversorgung des Darms, Parkinson-Krankheit, Multiple Sklerose usw. – in Betracht gezogen werden.
Akute und verborgene Verstopfung
Eine akute Verstopfung ist eine Verstopfung, die rasch auftritt und typischerweise nicht länger als einige Tage anhält. Im Gegensatz zur verborgenen Verstopfung ist die akute Verstopfung unangenehm und beeinträchtigt den Alltag.
Zu den Ursachen akuter Verstopfung zählen häufig drastische Ernährungsumstellungen, bei denen ballaststoffreiche Lebensmittel und Flüssigkeiten nicht in ausreichenden Mengen aufgenommen werden.
Übermäßiger Gebrauch von Medikamenten wie Abführmitteln und Ähnlichem kann ebenfalls zu akuter Verstopfung führen. Bei akuter Verstopfung liegt stets eine Störung des vegetativen Nervensystems in Form von Stress vor. Darüber hinaus können auch ein verringertes Aktivitätsniveau und längere Phasen der Inaktivität zu akuter Verstopfung führen.
Verborgene Verstopfung ist im Alltag nicht immer offensichtlich und liegt häufig anderen Magen-Darm-Beschwerden zugrunde, wie etwa Blähungen, Übelkeit, Bauchkrämpfen oder Ähnlichem. Verborgene Verstopfung ist nicht so offensichtlich wie akute Verstopfung, da die Patienten in vielen Fällen durchaus noch jeden zweiten Tag oder bisweilen sogar täglich die Toilette aufsuchen können.
Die Ursachen der verborgenen Verstopfung sind dieselben wie bei der akuten Verstopfung.
Symptome chronischer Verstopfung
- seltene (nicht tägliche) Stuhlgänge
- träger Stuhlgang und Schwierigkeiten beim Stuhlgang
- Gefühl der unvollständigen Stuhlentleerung
- Analfissuren, die zu blutigem Stuhl führen können.
- Aufgetriebener und geblähter Bauch
- Druck im Unterbauch
Verstopfung und Übelkeit/Erbrechen
Übelkeit und Erbrechen sind häufig Begleitsymptome, wenn der Körper unter Verstopfung leidet. Verstopfung, die durch das eigene Nervensystem des Verdauungstrakts – den Auerbach- und den Meissner-Plexus – vermittelt wird, kann die Effizienz und die Peristaltik des gesamten Verdauungssystems beeinträchtigen. Dies kann die Passage der Nahrung vom Magen in den Dünn- und Dickdarm verzögern. Laut Arthritis-Health kann dies in einigen Fällen sowohl zu Übelkeit als auch zu Erbrechen führen.
Verstopfung und Kopfschmerzen
Laut mayoclinic.org könnte ein Zusammenhang zwischen Verstopfung und Kopfschmerzen bestehen. Studien zeigen, dass dies der Fall ist. Sie schreiben, dass die Behandlung des Verdauungssystems Migräne und Kopfschmerzen lindern und beseitigen kann. Der Grund könnte im zehnten Hirnnerv liegen – dem Vagusnerv –, über den im Darm gebildete Signalstoffe zum Gehirn transportiert werden. Der Vagusnerv ist die Verbindung zwischen Gehirn und Verdauung.
Die Hauptaufgabe des Nervs besteht darin, dem Gehirn rund um die Uhr den Status der Verdauung zu melden. Störungen im Magen-Darm-Trakt können die Biochemie des Gehirns beeinflussen.