Wir beraten Sie zu entsprechenden Beschwerden und können helfen diese zu beheben.
verkürztes Zungenband
Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über das Zungenband bei Babys.
Was ist ein verkürztes Zungenband bei einem Baby?
Das Zungenbändchen verläuft vom Mundboden zur Zungenunterseite; in der Fachliteratur wird es unter anderem als „Zungenbändchen“ bezeichnet, während der Begriff „Ankyloglossie“ ein straffes oder verkürztes Zungenbändchen beschreibt. Ein Zungenband kann in ein anteriores Zungenband (ATT), das beim Anheben der Zunge sichtbar ist, und ein posteriores Zungenband (PTT), das tiefer im Mundraum liegt, klassifiziert werden.
verkürztes Zungenbändchen (Ankyloglossie) bei Babys
Das Zungenbändchen dient der Stabilisierung der Zunge und ist sowohl für Säuglinge und Kleinkinder als auch im späteren Leben von Bedeutung, da es für die Zungenfunktion beim Stillen sowie für das Schlucken und Sprechen grundlegend wichtig ist.
Das Zungenbändchen ist eine bereits bei der Geburt vorhandene Schleimhautfalte, die typischerweise vom Mundboden bis zur Mitte der Zungenunterseite verläuft. Wenn das Zungenbändchen zu kurz oder straff ist oder an der Zungenspitze ansetzt, kann dies zu Problemen mit der Zungenfunktion führen, was eine eingeschränkte Beweglichkeit der Zungenspitze zur Folge hat. Bei einigen Säuglingen treten Schwierigkeiten beim Stillen auf, während es später im Leben zu Sprachproblemen kommen kann.
Was sind die Symptome eines kurzen oder straffen Zungenbands bei einem Baby?
Die typischen Symptome eines verkürzten Zungenbands (Ankyloglossie) sind folgende:
- Die Zungenspitze kann durch den Zug von unten herzförmig sein; in einigen Fällen ist dies deutlich sichtbar, wenn das Kind weint.
- Das Baby kann seine Zunge nicht über die Unterlippe oder das Zahnfleisch hinausstrecken.
Zu den Begleitsymptomen eines straffen Zungenbands können gehören:
- Stillprobleme – Schwierigkeiten beim Aufbau eines Vakuums und beim Anlegen an die Brust
- schmerzhaftes Stillen für die Mutter
- Sprachschwierigkeiten
Quelle: https://www.still-lexikon.de/zungenband/
Wie viele Babys haben ein zu kurzes Zungenband?
In den letzten Jahren hat das Thema des verkürzten Zungenbands (Ankyloglossie) an Aufmerksamkeit gewonnen, und immer mehr Menschen mit kleinen Kindern – oder solche, die anderweitig mit dem Thema in Berührung gekommen sind – sind auf diesen Begriff gestoßen. Eine dänische Forschungsarbeit aus dem Jahr 2020 (www.elacta-magazine.eu) zeigt, dass die Zahl der Kinder, bei denen eine Ankyloglossie (verkürztes Zungenband) diagnostiziert wurde, zwischen 1996 und 2015 signifikant angestiegen ist.
Daten aus dänischen Registern zeigen, dass ein straffes Zungenbändchen am häufigsten bei Säuglingen unter einem Jahr beobachtet wird, wobei Jungen überwiegen.
Die Inzidenz der Ankyloglossie (Anwachsung der Zunge am Mundboden) ist von 3,2 pro 100.000 im Jahr 1996 auf 13,6 pro 100.000 im Jahr 2015 gestiegen. Somit hat sich die Zahl der Kinder, bei denen ein verkürztes Zungenband (Ankyloglossie) diagnostiziert wurde, vervierfacht. Im selben Zeitraum hat sich die Zahl der Kinder, bei denen das Zungenband durchtrennt wurde (Frenotomie), versiebenfacht. Daraus lässt sich unschwer schließen, dass die Zahl der Durchtrennungen von Zungenbändern stärker zugenommen hat als die Prävalenz von Kindern mit einem straffen Zungenband.
Quelle: https://www.elacta-magazine.eu/home/D%C3%A4nische-nationale-klinische-Leitlinie-zum-verk%C3%BCrzten-Zungenb%C3%A4ndchen-p470257464