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Spinalkanalstenose

Erfahren Sie mehr über Spinalkanalstenosen und deren Behandlung in diesem Beitrag.

Bei einer Spinalkanalstenose verengt sich der Wirbelkanal, in dem sich das Rückenmark und die Nervenwurzeln befinden. Diese Erkrankung ist sehr häufig und verläuft bei den meisten Betroffenen symptomlos. In einigen Fällen kann die Verengung jedoch zu einem dauerhaften Druck auf die Nerven führen, was je nach Lage der Stenose Schmerzen, Taubheitsgefühl und eine verminderte Funktion in den Beinen oder Armen zur Folge haben kann. Eine Spinalkanalstenose tritt am häufigsten entweder in der Hals- oder in der Lendenwirbelsäule auf, also im Nacken oder im unteren Rücken.

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und kann Übungen, manuelle Therapie, Schmerzmittel und in schwereren Fällen eine Operation zur Entlastung des Rückenmarks oder der Nerven umfassen. All dies wird in diesem Artikel ausführlich erläutert. (1)

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Ivar Dagsson
Ivar Dagsson

Mitbegründer & CEO. Autorisierter Osteopath D.O.M.R.O.DK., autorisierter Physiotherapeut und INS-Therapeut.

Anatomie der Wirbelsäule und Verständnis der Spinalkanalstenose

Die Fortsetzung unseres Gehirns und Hirnstamms wird als Rückenmark bezeichnet. Unsere Wirbelsäule ist eine komplexe Struktur, die in Form von 33 Wirbeln einen Kanal bildet, der das Rückenmark schützt und gleichzeitig die Bewegungen und die Stabilität des Körpers unterstützt. Zwischen den Wirbeln befinden sich Knorpelscheiben (Disci), die als Stoßdämpfer fungieren, sowie kleine Gelenke (Facettengelenke), die Bewegungen in der Wirbelsäule ermöglichen. Bei vielen Menschen entwickeln sich mit zunehmendem Alter degenerative Veränderungen sowohl in den Bandscheiben als auch in den Gelenken, was zu einer Spinalkanalstenose führen kann, insbesondere im unteren Rücken und im Nacken, wo die Wirbelsäule am beweglichsten und am stärksten belastet ist.

Die Wirbelsäule besteht aus 33 Wirbeln, die in fünf Hauptregionen unterteilt sind:

  • Halswirbel (Nacken): Am oberen Ende der Wirbelsäule befinden sich sieben Halswirbel (C1–C7), die die Bewegungen des Kopfes unterstützen und die oberen Teile des Rückenmarks schützen. Dieser Abschnitt der Wirbelsäule ist besonders beweglich, aber auch anfällig für Verschleiß und Verletzungen, was zu einer zervikalen Spinalkanalstenose führen kann. Eine Spinalkanalstenose in diesem Bereich kann Symptome wie Nackenschmerzen sowie eine verminderte Muskelkraft und/oder Empfindungsstörungen in Armen und Händen verursachen.
  • Brustwirbel (Brustkorb): Die zwölf Brustwirbel (T1–T12) bilden einen stabileren Teil der Wirbelsäule, da sie mit den Rippen verbunden sind. Dieser Bereich ist aufgrund seiner eingeschränkten Beweglichkeit selten von einer Spinalkanalstenose betroffen.
  • Lendenwirbel (unterer Rücken): Die fünf Lendenwirbel (L1–L5) sind größer und massiver, um das Körpergewicht zu tragen. Die Lendenwirbelsäule ist besonders anfällig für degenerative Veränderungen wie Arthrose und gehört zu den häufigsten Lokalisationen einer Spinalkanalstenose. Bei einer lumbalen Spinalkanalstenose kann die Verengung des Wirbelkanals auf die Nervenwurzeln drücken, was zu Schmerzen im unteren Rücken, Ischias (ausstrahlende Schmerzen in den Beinen), Schwäche und verminderter Empfindungsfähigkeit in den Beinen führen kann.
  • Sakralwirbel (Kreuzbein): Die fünf Sakralwirbel (S1–S5) sind zu einem Knochen, dem Kreuzbein, verschmolzen und verbinden die Wirbelsäule mit dem Becken. Eine Sakralstenose ist selten, Veränderungen in diesem Bereich können jedoch die Beckenfunktionen beeinträchtigen.
  • Steißbeinwirbel: Die vier unteren Wirbel bilden das Steißbein, das nur eine untergeordnete Rolle bei der Bewegung und beim Schutz der Nerven spielt.
Spinalkanalstenose

Ursachen und Risikofaktoren für die Entwicklung einer Spinalkanalstenose

Eine Spinalkanalstenose entsteht meist im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses des Körpers, bei dem Verschleißerscheinungen und degenerative Veränderungen wie Arthrose die Wirbelsäule betreffen. Dies kann zu einer Verdickung der Bänder, zur Bildung von Knochenspornen und zu Veränderungen der Gelenkstrukturen führen, was den Raum im Wirbelkanal weiter verengt.

Hier ein kurzer Überblick über die Hauptursachen und Risikofaktoren für die Entwicklung einer Spinalkanalstenose:

  • Altersbedingte Veränderungen: Mit zunehmendem Alter kommt es zu Verschleiß und Verdickung der Bänder, zur Bildung von Knochenwucherungen (Osteophyten) und zu einer verminderten Bandscheibenqualität.
  • Bandscheibenvorfall und Spondylolisthesis: Bandscheiben können sich vorwölben und auf Nerven drücken, und Wirbel können sich ebenfalls verschieben, was Druck auf das Rückenmark ausübt.
  • Arthritis:Osteoarthritis und rheumatoide Arthritis können die Gelenke der Wirbelsäule betreffen und zu einer Verengung des Wirbelkanals führen.
  • Erbliche Erkrankungen: Angeborener enger Wirbelkanal, Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose) und genetische Erkrankungen wie Achondroplasie, die die Knochenbildung beeinträchtigen.
  • Andere Bedingungen: Wirbelsäulentumore, Frakturen, Morbus Paget und Verkalkung der Bänder entlang der Wirbelsäule. (2)

Ivar spricht über Rückenschmerzen

Spinalkanalstenose

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