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schnappende Hüfte (medizinisch: Coxa saltans)
Erfahren Sie mehr über Coxa saltans und deren Behandlung in diesem Beitrag.
Was ist ein Schnapphüftsyndrom?
Das Schnapphüftsyndrom, auch als „Coxa saltans“ bekannt, ist durch ein „Schnalzen“ oder „Klicken“ im Hüft- oder Leistenbereich bei Bewegungen gekennzeichnet. Dies kann auch mit Schmerzen einhergehen, muss aber nicht. Es kann sich unangenehm anfühlen – als würde die Hüfte „aus dem Gelenk springen und wieder zurückgleiten“ und unter einem „nachgeben“.
Tritt häufig bei Sportlern auf
Dieser Zustand tritt am häufigsten bei aktiven Sportlern mit wiederkehrenden Bewegungsmustern (die ihre Hüfte intensiv und wiederholt beugen und strecken) auf, wie etwa Läufern, Fußballern und Balletttänzern.
Insgesamt ist die schnappende Hüfte weit verbreitet: Schätzungen zufolge tritt sie bei 5-10 % der Bevölkerung auf. Das Schnapphüftsyndrom ist nicht gefährlich – es ist eher lästig – und erfordert häufig keine Behandlung, es sei denn, es geht mit Schmerzen, Schwäche oder einer Funktionseinschränkung einher.
Quelle: https://www.netzathleten.de/gesundheit/ratgeber-gesundheit/coxa-saltans-die-springende-huefte/
Quelle: Musham AC, Tortora S, Varacallo MA: Snapping Hip Syndrome. StatPearls, NCBI Bookshelf (2024)
Verschiedene Formen des Schnapphüft-Syndroms und ihre Ursachen
Es gibt drei verschiedene Arten der schnappenden Hüfte.
Äußerer Typ (Coxa saltans externa):
Diese Form wird durch eine übermäßig straffe Sehne an der Außenseite des Oberschenkels (Iliotibialband) oder durch die Sehne des großen Gesäßmuskels (Gluteus maximus) verursacht. Durch die Straffheit bleibt die Sehne beim Beugen und Strecken der Hüfte an einem Knochenvorsprung an der Außenseite der Hüfte (dem Trochanter major) „hängen“. Zudem befindet sich ein Schleimbeutel zwischen dem Knochen und der Sehne. Der Schleimbeutel wird durch den erhöhten Druck gereizt, der entsteht, wenn eine straffe Sehne wiederholt auf ihn drückt. Dies führt zu einer Reizung des Schleimbeutels (Trochanter-Bursitis), und genau diese ist für die gegebenenfalls auftretenden Schmerzen verantwortlich.
Innerer Typ (Coxa saltans interna):
Dieser Typ wird durch den Hüftbeuger (M. iliopsoas) und dessen Sehne verursacht, die über den Hüftkopf (Caput femoris) und das Schambein (Pecten ossis pubis) gleiten. Hier tritt das bekannte „Klicken“ oder „Knacken“ auf – möglicherweise begleitet von Schmerzen –, wenn die Hüfte aus einer gebeugten Position heraus gestreckt wird. Auch hier kann sich im Schleimbeutel (iliopektineale Bursitis) – der zwischen der Hüftbeugesehne und dem Schambein liegt – eine Entzündung entwickeln.
Intraartikulärer Typ (Gelenktyp):
Viel seltener wird auch eine dritte Art unterschieden, bei der das Schnappen direkt aus dem Hüftgelenk selbst kommt. Dies wird meist durch Schäden am Gelenkknorpel oder freie Gelenkkörper (sogenannte Gelenkmäuse) verursacht.