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Schleudertrauma
Erfahren Sie mehr über Schleudertrauma in diesem Beitrag.
Schleudertrauma in Deutschland
Als Schleudertrauma (Engl.: wiplash) bezeichnet man eine Verletzung, bei der der Hals ruckartig nach vorne, nach hinten oder in beide Richtungen geschleudert wurde. Das Trauma verursacht eine Verletzung der Halswirbelsäule und der Weichteile des Halses, ohne nachweisbare Frakturen oder messbare neurologische Symptome. Ein Schleudertrauma tritt am häufigsten nach einem Autounfall, einer Sportverletzung, einem Sturz oder einem ähnlichen Ereignis auf. Ein Schleudertrauma kann als Verstauchung der Halswirbelsäule betrachtet werden. Schätzungen zufolge erleiden in Deutschland rund 200.000 bis 400.000 Menschen ein Schleudertrauma; jedoch suchen nur weit weniger wegen der daraus resultierenden Spätfolgen und Verletzungen Hilfe – je nachdem ob ein Verkehrsunfall oder ein leichter Sportschaden die Ursache ist.
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Quelle: https://doktor.de/krankheiten-symptome/schleudertrauma/
Lang anhaltende Symptome nach einem Schleudertrauma
Einige der Unfallbeteiligten entwickeln langanhaltende Symptome. Selbst wenn die physischen Anzeichen und Symptome der ursprünglichen Verletzung abklingen, können sich infolge der im Körper verbleibenden funktionellen Probleme dysfunktionale Kompensationsmuster entwickeln.
Studien haben eine veränderte Durchblutung im Gehirn in jenen Bereichen gezeigt, die Schmerzreize interpretieren und sensorische Signale aus dem Körper verarbeiten. Es ist bekannt, dass es nach einem Schleudertrauma zu einer Fettinfiltration der tiefen Nackenmuskulatur kommt und dass diese auch bei Personen mit chronischen Beschwerden vorliegt.
Die Entstehung dieser Infiltrationen steht unter anderem mit dem Vorliegen von Entzündungen im Körper in Zusammenhang, die auch bei der Entwicklung von Symptomen im Zusammenhang mit einem Schleudertrauma eine wesentliche Rolle spielen.
Veränderungen der Muskulatur und eine veränderte Verarbeitung im Gehirn können zu Veränderungen der Muskelfunktion und der Gelenkstellung führen sowie die Koordination zwischen dem Sehvermögen und den Gleichgewichts- und Bewegungssinnen beeinträchtigen; dies wiederum kann Schmerzen, ein verändertes Gleichgewicht, Schwindel und andere Symptome zur Folge haben.
Quelle: https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/gehirn-nerven/schleudertrauma-definition-symptome-und-behandlung/
Schleudertrauma nach einem Sturz
Ein Schleudertrauma kann auch nach einem Sturz, einem Schlag auf den Kopf, einem Rollschuhunfall, einem Sturz vom Pferd oder einem Fahrradunfall auftreten. Der Mechanismus ist hier fast derselbe. Sie stürzen und fangen den Sturz ab; aufgrund seines relativ hohen Gewichts bewegt sich Ihr Kopf über die physiologischen Grenzen des Nackens hinaus, wodurch Bänder, Muskeln, Knochen und anderes Gewebe verletzt werden, da sie gedehnt oder gestaucht werden. Auch hier wird die Verletzung dadurch verschlimmert, dass die Muskulatur versucht, gegenzuhalten.
Die Symptome treten nicht unbedingt unmittelbar nach dem Unfall auf, sondern können sich im Laufe einiger Tage entwickeln.
Langzeitfolgen eines Schleudertraumas
Bei den meisten Menschen klingen die Symptome eines Schleudertraumas innerhalb von einigen Tagen bis zu einigen Monaten nach der Verletzung von selbst ab. Nur ein geringer Prozentsatz wird unter Langzeitfolgen leiden und ein tatsächliches Schleudertrauma-Syndrom entwickeln. Zu diesen Symptomen können Kopf- und Nackenschmerzen, eine eingeschränkte Beweglichkeit des Nackens, Kribbeln oder Schwäche in den Armen, Schmerzen im unteren Rücken, Müdigkeit und Schlafstörungen, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen, Tinnitus sowie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen gehören.
Darüber hinaus kann der Unfallbetroffene emotionale Veränderungen erleben, die auf eine PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung), die Notwendigkeit der Schmerzbewältigung oder damit verbundene Sorgen – etwa finanzielle Nöte, juristische Auseinandersetzungen und Auswirkungen auf Beziehungen zu Familie und engen Bekannten – sowie auf die Notwendigkeit zurückzuführen sind, die Tatsache zu verarbeiten, dass bei dem Unfall möglicherweise auch andere Personen schwer verletzt wurden.