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Schienbeinentzündung (Schienbeinkantensyndrom oder Shin Splints)
Erfahren Sie mehr über Schienbeinkantensyndrom in diesem Beitrag.
Schienbeinentzündung
Beim sogenannten Schienbeinkantensyndrom handelt es sich um eine Reizung der Muskeln, Sehnen und/oder Sehnenansätze am Unterschenkel. Das Schienbeinkantensyndrom ist eine häufige Sportverletzung, die meist im Zusammenhang mit dem Laufen auftritt.
Das Blutkreislaufsystem
Der menschliche Blutkreislauf beginnt im Herzen, das sauerstoffreiches Blut aus der Lunge in die Blutgefäße des gesamten Körpers pumpt. Sobald der Sauerstoff verbraucht ist, wird das Blut über die Venen zum Herzen zurücktransportiert. Dieser Transport beruht sowohl auf der Venenpumpe in den Extremitäten als auch auf dem Zwerchfell in der Bauchhöhle. Die Venensysteme leiten sauerstoffarmes Blut aus den Extremitäten, dem Becken, dem Rücken und dem Brustraum sowie aus dem Verdauungstrakt ab, um anschließend das Herz zu erreichen, welches den Blutkreislauf erneut in Gang setzt. Übermäßiger Druck auf das Venensystem kann den Rückfluss des venösen Blutes verlangsamen und zu Blutansammlungen führen – meist in den Armen und Beinen, also in den vom Herzen am weitesten entfernten Bereichen.
Das Nervensystem und das Schienbeinkantensyndrom
Das Nervensystem hat einen erheblichen Einfluss auf Faktoren, die bei Schienbeinkantensyndrom eine Rolle spielen. Das Nervensystem – genauer gesagt das vegetative Nervensystem (das System, das all jene Vorgänge steuert, über die wir nicht nachdenken müssen) – reguliert die Spannung der Muskeln, des Bindegewebes und der Bänder im Bein. Auch die Muskulatur der Arterien und Venen (Blutgefäße), die zum Bein hin- und von ihm wegführen, wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert; das heißt, es bestimmt, ob die Blutgefäße eher weit oder eng gestellt sind.