Wir beraten Sie zu entsprechenden Beschwerden und können helfen diese zu beheben.
Plica-Syndrom
Erfahren Sie mehr über eine entzündete Schleimhautfalte im Knie, auch bekannt als Plica synovialis (Plica-Syndrom).
Was ist das Plica-Syndrom?
Bei 50–60 % aller Menschen findet sich im Knie eine kleine Synovialfalte, die ein Überbleibsel aus dem Fötalstadium ist.
Diese Synovialfalte hat keine bekannte Auswirkung auf die Stabilität oder Funktion des Knies, kann jedoch zu Schmerzen und Schwellungen im und am Knie führen, wenn sie sich entzündet.
Wie entsteht diese Entzündung?
Eine Entzündung der Synovialfalte kann beispielsweise infolge eines direkten Schlags auf das Knie oder durch sport- oder berufsbedingte Überlastung entstehen. Kommt es im Bereich der Schleimhautfalte zu leichten Blutungen, kann sich zudem eine Entzündung entwickeln, die dazu führen kann, dass die Falte gereizt, verdickt und straff wird. Dies kann dazu führen, dass die Synovialfalte am Oberschenkelknochen reibt, was Schmerzen verursacht.
Bei vielen bildet sich dieser entzündliche Zustand zurück, wenn die Rehabilitation des betroffenen Knies innerhalb der ersten 4 bis 6 Wochen begonnen wird. Zur Rehabilitation gehören unter anderem, das Knie zunächst gestreckt zu halten, entzündungshemmende Cremes zu verwenden (konsultieren Sie hierzu Ihren Arzt) und unter Anleitung eines Physiotherapeuten oder Osteopathen mit leichten Übungen zu beginnen – drei geeignete Übungen für den Einstieg finden Sie weiter unten im Artikel.
In einigen Fällen können Senk- oder Plattfüße eine Rolle spielen; daher kann es sinnvoll sein, sich von einem Physiotherapeuten oder Osteopathen untersuchen zu lassen, um festzustellen, ob die Fußstellung von Bedeutung ist. In einigen Fällen kann die Verwendung einer druckentlastenden Einlegesohle während des Entlastungs- und Rehabilitationsprozesses empfohlen werden; dies hängt jedoch vom Einzelfall ab. Bitte konsultieren Sie Ihren Arzt oder medizinischen Betreuer.
Was sind die Symptome des Plica-Syndroms?
Es kann zu einer Reihe von Symptomen kommen, wie etwa Schmerzen, Klicken im und um das Kniegelenk, Flüssigkeitsansammlungen im oder am Knie, lokalisierte Schwellungen sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit des Knies. Die Verletzung tritt häufiger bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf und ist zudem bei Frauen verbreiteter als bei Männern. Zu Beginn einer körperlichen Aktivität, wie etwa beim Sport, können Symptome oft fehlen, dann jedoch plötzlich auftreten und sich im Verlauf der Aktivität zunehmend verschlimmern. Der Schmerz wird oft als intermittierend beschrieben – dumpf und wund –, wobei er sich durch belastende Tätigkeiten wie Treppensteigen, Hocken oder Knien sowie schlicht durch längeres Beugen des Knies verstärkt. Die Symptome lassen sich nur schwer von anderen Knieerkrankungen unterscheiden, und der Schmerz kann in verschiedenen Bereichen des Knies auftreten – sowohl oberhalb als auch in der Mitte des Knies. Beim Beugen und Strecken des Knies ist jedoch typischerweise ein Knackgeräusch zu hören. Viele Menschen verspüren ein Gefühl der Instabilität, wenn sie Treppen oder Hänge hinauf- und hinuntergehen.