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Morbus Crohn & Colitis ulcerosa
Erfahren Sie mehr über Morbus Crohn & Colitis ulcerosa und deren Behandlung in diesem Beitrag.
Was ist Morbus Crohn?
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind beides chronisch-entzündliche Erkrankungen, die Verdauungsprobleme verursachen können. Der Unterschied zwischen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa besteht darin, dass Morbus Crohn jeden Teil des Verdauungstrakts – vom Mund bis zum Rektum – betreffen kann, während sich die Colitis auf den Dickdarm beschränkt. „Colon“ bezeichnet den Dickdarm, während die Endung „-itis“ auf einen entzündlichen Zustand hinweist. Beide Erkrankungen sind chronisch, doch der Schweregrad der Symptome variiert von Person zu Person.
Eine ganzheitliche Betrachtung von Morbus Chron
Betrachtet man Morbus Crohn und Colitis ulcerosa aus osteopathischer Sicht, so ist die Entzündung ein Instrument des Immunsystems zur Reparatur von Schäden; sie sollte abklingen, sobald der Schaden ausgeheilt ist.
Anhaltende Entzündungen können dazu führen, dass sich die Darmwände verdicken, da sich infolge der Entzündung Narbengewebe bildet. Dies führt zur Bildung von Strängen aus fibrösem Gewebe, die das Gewebe der Organe miteinander verbinden, wodurch die optimale Beweglichkeit der Organe beeinträchtigt werden kann. Dies kann zu einer Ischämie (Mangel an Sauerstoffzufuhr), einer Ansammlung von Stoffwechselabbauprodukten und im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss (Blockade des Darms, die den Weitertransport des Darminhalts verhindert) führen.
Diese Erkrankungen können die Verdauung beeinträchtigen und sowohl Bauchschmerzen als auch Schmerzen im Bewegungsapparat – typischerweise im Rücken- und Beckenbereich – verursachen. Die osteopathische Behandlung zielt darauf ab, die Beweglichkeit der Organe zu verbessern und eine gute Nerven- und Blutversorgung des Bereichs zu gewährleisten.
Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Vererbung
Die Vererbung spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Eine familiäre Vorbelastung durch entzündliche Darmerkrankungen ist der wichtigste Risikofaktor für die Entwicklung von Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.
Quelle: https://www.aerzteblatt.de/news/genetischer-marker-fur-chronisch-entzundliche-darmerkrankung-identifiziert-4dacd782-97fa-48de-bbe3-a9715d0af16a
Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Beruf
Unsere Arbeit hat einen erheblichen Einfluss auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Das Verdauungssystem wird von einem übergeordneten System gesteuert: dem vegetativen Nervensystem (VNS).
Dieses System unterteilt sich in das sympathische Nervensystem – unser natürliches Stresssystem – und das parasympathische Nervensystem – unser natürliches Entspannungssystem.
Beide Systeme sind stets gleichzeitig aktiv, doch unterschiedliche Situationen können dazu führen, dass das Aktivitätsniveau des einen Systems steigt oder sinkt. In einer Stresssituation nimmt die Aktivität des Sympathikus zu, während die Aktivität des Parasympathikus abnimmt.
Wenn das sympathische Nervensystem am aktivsten ist, wird das Blut im Körper in Arme, Beine und Kopf geleitet, um uns bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen zu unterstützen. Ist hingegen das parasympathische Nervensystem am aktivsten, weiten sich die Blutgefäße, die das Verdauungssystem versorgen, wodurch wir die aufgenommenen Nährstoffe verwerten können.
Unsere Verdauung ist daher am aktivsten, wenn wir entspannt und gelassen sind.
Quelle: https://kompetenznetz-darmerkrankungen.de/