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Magenschmerzen aufgrund von Magensäure
Erfahren Sie mehr über Magenschmerzen aufgrund von Magensäure und deren Behandlung in diesem Beitrag.
Warum bekommen Menschen Magengeschwüre?
Wenn Nahrung aufgenommen wird, gelangt sie nach dem Mund und Rachen durch die Speiseröhre in den Magen. Der Magen produziert u.a. Enzyme und Säure, die bei der Verdauung der Nahrung helfen. Zur weiteren Verdauung gelangt die Nahrung in den Zwölffingerdarm (Quelle: www.aok.de).
Magengeschwür oder peptisches Ulkus ist die gebräuchliche Bezeichnung für ein Geschwür in der Schleimhaut des Magens, des Zwölffingerdarms oder des letzten Abschnitts der Speiseröhre.
Eine häufige Ursache hierfür kann eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori sein, das die Magenschleimhaut infiziert und die Säureproduktion erhöht. Eine weitere häufige Ursache kann die Einnahme von Medikamenten wie Acetylsalicylsäure und nichtsteroidale Antirheumatika – (NSAR, entzündungshemmende, schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente, die keine Steroide enthalten, wie beispielsweise Ibuprofen).
Generell weist die Prävalenz von Helicobacter pylori eine altersabhängige Zunahme (circa 1 % pro Lebensjahr in den Industrienationen) auf und liegt in Deutschland zwischen 3 % (Kinder) und 48 % (Erwachsene). Das Bakterium für 40-60% der Magengeschwüre verantwortlich, die bei den Betroffenen auftreten.
In seltenen Fällen kann Krebs bei der Entstehung von Magengeschwüren eine Rolle spielen, wenn sich das Geschwür im Magen befindet (Quelle: www.aerzteblatt.de, Ausgabe Infektiologie 1/2016)..
Magensäure
Magensäure ist unerlässlich für die Zersetzung von Nahrungsmitteln, die Aufnahme von Proteinen und Nährstoffen. Außerdem dient sie als Schutz vor Bakterien, da das saure Milieu im Magen es schädlichen Bakterien erschwert, sich zu vermehren. Zu wenig Magensäure (Hypochlorhydrie) kann viele Folgen haben, wie zum Beispiel Verstopfung, eine gestörte Darmflora und ein erhöhtes Infektionsrisiko und damit ein größeres Risiko für die Entwicklung von Magengeschwüren. Umgekehrt kann auch zu viel Magensäure eine Reihe von Folgen haben, wie zum Beispiel Sodbrennen, saures Aufstoßen, Verdauungsstörungen und Magengeschwüre aufgrund der Säure des Magens.
Lebensstilfaktoren und Magengeschwüre
Helicobacter pylori (H. pylori) ist, wie bereits erwähnt, eine häufige Ursache für Magengeschwüre, obwohl seine Häufigkeit abnimmt. Allerdings entwickeln nicht alle Menschen Magengeschwüre, weil sie die Bakterien in ihrem Magen haben.
Neben H. pylori können auch bestimmte Lebensstilfaktoren zur Entstehung und Verschlimmerung von Magengeschwüren beitragen, darunter eine hohe Einnahme von NSAR, wie beispielsweise Ibuprofen, und Rauchen.
Lange Zeit glaubte man auch, dass Alkohol, scharfes Essen und Stress Magengeschwüre verursachen könnten, aber das ist man sich heute allerdings uneinig.
Symptome von Magengeschwüren
Typische Symptome von Magengeschwüren werden als ein drückendes und/oder brennendes Gefühl im Oberbauch und in der Brust beschrieben. Die Symptome können jedoch von Person zu Person sehr unterschiedlich sein und eher diffus und untypisch ausfallen.
Die Symptome lassen sich oft durch Essen lindern, aber diese Linderung ist nur von kurzer Dauer. Nach ein bis zwei Stunden verschlimmern sich die Symptome wieder.
Die kurzfristige Linderung beruht darauf, dass die Nahrung im Magen eine säureneutralisierende Wirkung hat. Diese Neutralisierung ist jedoch nur vorübergehend, und nach einiger Zeit stimuliert die Nahrung die erneute Säureproduktion, was die anschließende Verschlechterung der Symptome erklärt.