Wir beraten Sie zu entsprechenden Beschwerden und können helfen diese zu beheben.
Leaky Gut Syndrom
Erfahren Sie mehr über das Leaky-Gut-Syndrom und dessen Behandlung in diesem Beitrag.
Was ist ein „Leaky-Gut-Syndrom“?
Das Leaky-Gut-Syndrom ist die Folge jahrelanger Probleme mit dem Darmsystem. „Leaky Gut“ ist ein Zustand, bei dem der Darm durchlässiger wird. Das bedeutet unter anderem, dass unverdaute Nahrung, Giftstoffe und Bakterien in die Blutbahn und weiter in den Körper gelangen können. Dies löst eine Immunantwort aus. Bei einem „Leaky Gut“ (durchlässigen Darm) gibt es keine Kontrolle darüber, welche Substanzen die Darmschleimhaut passieren, und das Leaky-Gut-Syndrom wird mit der Entstehung verschiedener entzündlicher Darmerkrankungen in Verbindung gebracht. In Deutschland leiden schätzungsweise über 60 Millionen Menschen jährlich unter akuten Magen-Darm-Beschwerden (oft harmlose Infektionen wie Magen-Darm-Grippe oder funktionelle Störungen). Von diesen chronisch oder akut Betroffenen leben etwa 400.000 bis 650.000 Menschen mit einer diagnostizierten chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED).
Quelle: https://gesund.bund.de/durchfall
Verdauung und Immunsystem
Unser Magen-Darm-Trakt erstreckt sich vom Mund bis zum Enddarm. Seine Funktion besteht im Abbau, der Aufnahme und der Ausscheidung von Nährstoffen und Abfallprodukten. Während der normalen Verdauung wird die Nahrung in kleinere Bestandteile wie Glukose, Aminosäuren und Fettsäuren zerlegt. Sie werden anschließend im Dünndarm aufgenommen, und Abfallstoffe werden im Enddarm ausgeschieden.Etwa 80–90 % unseres Immunsystems befinden sich im Darmtrakt; daher ist eine optimale Funktion des Magen-Darm-Trakts entscheidend für unsere Gesundheit.
Grundsätzlich weist jeder Mensch ein gewisses Maß an Darmdurchlässigkeit auf, da der Darm Nährstoffe und Abfallprodukte selektiv transportieren muss. Entscheidend ist jedoch das Ausmaß, in dem die Darmbarriere beeinträchtigt ist.
Die Bedeutung der Darmschleimhäute
Die Darmschleimhaut (Darmwand) besteht aus Epithelzellen, die durch sogenannte Tight Junctions (wörtlich: „enge Verbindungen“) miteinander verbunden sind. Tight Junctions sind Verbindungen, die den Durchtritt von Nährstoffen und Abfallstoffen regulieren. Normalerweise gelangen gut verdaute Nährstoffe in den Blutkreislauf und weiter zur Leber, die sie anschließend an das Körpergewebe verteilt. Bei einem „Leaky Gut“ (durchlässigen Darm) lösen sich die sogenannten Tight Junctions auf, wodurch die Darmschleimhaut durchlässiger wird. Dies ermöglicht es Fremdstoffen und Molekülen, in den Blutkreislauf zu gelangen. Das Immunsystem reagiert auf die Fremdstoffe und kann sowohl lokale als auch systemische Autoimmunreaktionen auslösen.
Entzündungen verursachen Rötung, Hitze, Schmerz, Schwellung und eingeschränkte Beweglichkeit – nicht nur im Körpergewebe, sondern auch in den Zellen des Darms.
Neben schädlichen Bakterien, Toxinen und unverdauten Nährstoffen, die die Darmschleimhaut passieren, entweichen auch verschiedene nützliche Nährstoffe – die die Schleimhaut eigentlich für ihre Regeneration benötigt. Dies führt aufgrund der beeinträchtigten Funktion der Darmschleimhaut zu einer erhöhten Darmpermeabilität. Im Laufe der Zeit kann dies zu entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa führen.
Quelle: https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/verdauungssystem/leaky-gut-syndrom-ursachen-symptome-und-behandlung/