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Langzeitfolgen und Komplikationen eines Kaiserschnitts
Erfahren Sie mehr über Langzeitfolgen und Komplikationen eines Kaiserschnitts in diesem Beitrag.
Kaiserschnitt in Deutschland
Viele Frauen sind gezwungen, sich einem Kaiserschnitt zu unterziehen – sei es als Notfall- oder als geplanter Eingriff –, da eine vaginale Entbindung sowohl für die Mutter als auch für das Baby ein Risiko darstellen könnte. In den letzten Jahren ist jedoch ein Trend zu beobachten, bei dem sich gesunde Frauen für einen Kaiserschnitt anstelle einer vaginalen Entbindung entscheiden, obwohl kein medizinischer Grund für den Eingriff vorliegt. In Deutschland erfolgt etwa jede dritte Entbindung im Krankenhaus per Kaiserschnitt (Sectio), womit die Rate bei rund 33 Prozent liegt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich dieser Wert seit den frühen 1990er-Jahren mehr als verdoppelt. Auch in den USA liegt dieser Wert bei 33 %, während er in Brasilien bei bis zu 80 % liegt. Kaiserschnitte sind jedoch nicht ganz risikofrei für Mutter und Kind, weshalb der Eingriff stets sorgfältig abgewogen werden muss.
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Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/geburten-kaiserschnitt-100.html
Kaiserschnitte und Langzeitfolgen
Leider beobachtet man nach einem Kaiserschnitt häufiger Langzeitkomplikationen. Die Operationsnarbe führt häufig zu Verwachsungen mit umliegenden Organen, was schwerwiegende Komplikationen wie Infektionen, verminderte Fruchtbarkeit und Probleme bei nachfolgenden Schwangerschaften zur Folge haben kann.
Nackenschmerzen und Kaiserschnitt
Das Bauchfell (Peritoneum) – die Membran, die die Bauchorgane umschließt – liegt auf der Gebärmutter auf und bedeckt sie.
Die Funktion des Bauchfells besteht darin, die Organe zu stützen und Gleitflüssigkeit für die Schleimhäute des Organsystems zu produzieren.
Diese Membran wird von Nervenfasern versorgt, die aus dem Schädel und dem Hals entspringen. Diese Nervenfasern registrieren Entzündungen oder Reizungen des Bauchfells, die häufig nach einem Kaiserschnitt auftreten.
Zu den Symptomen gehören ein blockierter Nacken, Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen und Migräne.
Quelle: https://www.frauenaerzte-im-netz.de/schwangerschaft-geburt/kaiserschnitt/risiken-und-moegliche-folgen/
Rückenschmerzen und Kaiserschnitt
Die Gebärmutter befindet sich im Becken, vor dem Enddarm und hinter der Harnblase. Die Beckenorgane sind durch Bindegewebe miteinander verbunden, das rund um den Beckenring sowie am unteren Rücken ansetzt. Bei Aktivitäten wie Gehen und Laufen bewegen sich die Beckenorgane im Rhythmus der Bewegung von Beckenknochen und Kreuzbein.
Narbengewebe im Beckenbereich führt zu einer eingeschränkten Beweglichkeit der Beckenorgane, was sich auf die Beckengelenke (Iliosakralgelenke) und den unteren Rücken auswirkt. Die nervliche Versorgung der Beckenorgane steht ebenfalls in Verbindung mit den Beckengelenken und den obersten Lendenwirbeln.
Probleme in Gebärmutter, Eierstöcken, Blase und Enddarm signalisieren den jeweiligen Zustand an die Wirbelsäule und in der Folge an das Gehirn.
Probleme im Becken- und Rückenbereich äußern sich häufig unter anderem durch Blockierungsgefühle (Blockierung des Rückens), Rückensteifigkeit, Schmerzen im Becken- und Rückenbereich, Ischiasbeschwerden sowie Schmerzen in der Leiste und im Gesäß.
Fehlhaltung und Kaiserschnitt
Bei der Durchführung eines Kaiserschnitts durchtrennt der Arzt Haut, Muskeln und Bindegewebe. Das den Uterus umgebende Bindegewebe geht kontinuierlich in das Bindegewebe über, das über den Bauchmuskeln, Rippen, Brustmuskeln und dem Hals liegt.
Narbengewebe im Becken lässt sich mit einem Loch in einem Kleidungsstück vergleichen. Wenn die Öffnung vernäht wird, bildet sich eine Falte oder eine Vertiefung, was zu einer eingeschränkten Beweglichkeit des Bindegewebes führt. Die Folgen treten häufig beim Stillen auf und äußern sich in einem Nach-vorne-Fallen der Schultern sowie in Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich und zwischen den Schulterblättern.
Quelle: https://www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/rueckenschmerzen/kreuzschmerzen-bei-gynaekologischen-erkrankungen/