Wir beraten Sie zu entsprechenden Beschwerden und können helfen diese zu beheben.
Fersensporn – Fasciitis plantaris
Erfahren Sie mehr über Fersensporn in diesem Beitrag.
Was ist ein Fersensporn?
Probleme an Fuß und Sprunggelenk machen einen erheblichen Anteil des Leistungsgeschehens im Gesundheitssystem aus. In Deutschland machen Verletzungen des Sprunggelenks und Fußes rund 18,8 % aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle aus.
Etwa jeder zehnte Mensch in Deutschland hat einen Fersensporn, wobei rund vier Millionen Menschen über 50 Jahre an chronischen Fersenschmerzen leiden. Frauen und Personen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren sind am häufigsten von den Beschwerden betroffen.
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Quelle: https://www.tk.de/techniker/krankheit-und-behandlungen/erkrankungen/behandlungen-und-medizin/orthopaedische-erkrankungen/wenn-jeder-schritt-schmerzt-hilfe-bei-fersensporn-2018646
Was ist eine Plantarfasziitis?
Ein Fersensporn ist eine entzündliche Erkrankung (Plantarfasziitis / Fasziitis plantaris) im Bereich der Sehnenansätze an der Ferse (an der Fußsohle) oder eine Entzündung des Knochens selbst. Hierbei handelt es sich jedoch nicht wörtlich um einen Fersensporn, sondern um einen entzündlichen Zustand, der mit einer Verkalkung der Sehne oder des Knochens selbst einhergeht. Der Reizzustand (die Entzündung) kann auch von der gesamten Plantarfaszie ausgehen.
Die Sehne ist kräftig und dient dazu, das Fußgewölbe aufrechtzuerhalten und die Gehbewegung zu unterstützen. Folglich ist ein Fersensporn beim Gehen und Laufen oft deutlich spürbar.
Was ist die Plantarfaszie?
Die Sehnenplatte des Fußgewölbes (Fascia plantaris) ist eine breite Sehne, die den Vorfuß mit der Ferse verbindet. Wie jedes andere Sehnengewebe besteht die Sehne aus festem Kollagengewebe, das hohen Belastungen standhalten kann. DDiese Sehne dient als Ankerpunkt für alle Fußmuskeln und hält sie sicher an ihrem Platz. Die Sehne hilft zudem dabei, das Fußunterseite anzuheben, sodass der Fuß das Gewölbe bildet.
Neben der Achillessehne spielt die Plantarfaszie eine entscheidende Rolle für die Biomechanik des Fußes, indem sie beim Gehen und Laufen beträchtliche elastische Energie speichert und überträgt; dadurch kann der Körper Energie einsparen, die andernfalls für Muskelarbeit aufgewendet werden müsste. Dies ermöglicht es uns, längere Strecken gehend oder laufend zurückzulegen.
Fersensporne bei Kindern
Auch Kinder können – genau wie Erwachsene – Fersensporne entwickeln; allerdings sind diese bei Kindern oft schwer zu erkennen und korrekt zu diagnostizieren. Kinder können nicht immer genau erklären, wann sie Schmerzen haben und wo sich der Schmerz befindet. Eltern sollten darauf achten, ob das Kind humpelt oder insbesondere beim Aufstehen aus dem Sitzen ein verändertes Gangbild zeigt, ob die Beschwerden bei Aktivitäten, wie schnelle Bewegungen, Springen oder Laufen, am stärksten ausgeprägt sind und ob die Beschwerden morgens sowie am Nachmittag oder Abend am schlimmsten sind. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Symptome auf einen Fersensporn oder andere fußbedingte Probleme zurückzuführen sind.
Symptome eines Fersensporns
Zu Beginn sind die Symptome schwach und mild. Schmerzen können beim morgendlichen Bewegungsbeginn sowie nach einer längeren Phase der Inaktivität und Abkühlung des Fußes (der anfänglichen Bewegungsphase) auftreten. Das Krankheitsbild entwickelt sich allmählich, wobei die Schmerzen zunehmend stärker werden und auch bei Belastung auftreten (Progressionsphase). Bei ausgeprägten Fällen von Fersensporn treten nach vorangegangener Belastung des Fußes auch Ruheschmerzen auf, wobei die Beschwerden typischerweise am Abend am stärksten sind.
Fersensporn und Entlastung
Bei Fersenspornen liegt eine Entzündung in und um die Ferse vor. Eine Entlastung ist stets erforderlich, um Entzündungen zu lindern, da die Entlastung des Gewebes dem Immunsystem die Möglichkeit gibt, die Schäden in diesem Bereich zu reparieren. Die Entlastung ist jedoch nicht die einzige Maßnahme, die bei Fersensporn angewendet wird. Es gibt immer eine Ursache, die irgendwo im Körper oder an mehreren Stellen liegt und die zuerst oder im weiteren Verlauf angegangen werden muss.
Wenn dies nicht behoben wird, entwickelt sich das Problem mit dem Fersensporn zu einem dauerhaften Leiden, das gelegentlich wieder aufflammt.
Zudem muss die Entlastung mit einer fachkundig angeleiteten Belastung der für die Ferse relevanten Strukturen kombiniert werden. Hier kommen die richtige Trainingsform und -dosierung ins Spiel.
Ursachen von Fersenspornen
Die Ursachen für Fersensporne (Plantarfasziitis) sind vielfältig. Es gibt niemals eine einzelne Ursache, die zu diesem Zustand führt. Im Folgenden erfahren Sie mehr über einige der zugrundeliegenden Faktoren, die eine Reizung der Plantarfaszie (Fersensporn) verursachen können.
Fehlstellungen von Fuß und Mittelfuß
Die Plantarfaszie (Fascia plantaris) dient der Stützung des Fußgewölbes selbst sowie der Knochen, die dieses Gewölbe bilden. Bewegungseinschränkungen und Fehlstellungen der Fußwurzelknochen (wie etwa beim Plattfuß, bei einem abgesunkenen Vorfußgewölbe usw.) führen zu einer erhöhten Belastung der Sehne selbst und steigern dadurch das Risiko für die Entstehung einer Sehnenentzündung.
Überbelastung
Eine Überlastung der Plantarfaszie ist bei der Entstehung eines Fersensporns immer beteiligt. Wenn die Belastungsgrenze der Sehnen aufgrund eines hohen Trainingsvolumens überschritten wird, kommt es zu einer Entzündung der Plantarfaszie. Wiederkehrende Entzündungen tragen zur Verkalkung der Sehne selbst bei.
Rückenschmerzen und Ischiasbeschwerden
Die Spinalnerven, die den Ischiasnerv bilden, treten auf Höhe der Segmente L4 bis S3 aus der Wirbelsäule aus. PEine Kompression dieser Nervenwurzeln im Bereich der Wirbelsäule, etwa durch eine Bandscheibenvorwölbung oder einen Bandscheibenvorfall, kann die Nervenleitung beeinträchtigen und dadurch die Kraft von Muskeln und Sehnen schwächen. Dies ist eine ideale Voraussetzung für die Entstehung eines Fersensporns.
Umgekehrt kann eine Reizung des Ischiasnervs im Gesäß, an der Oberschenkelrückseite, in der Kniekehle oder in der Wadenmuskulatur den Nerv reizen und das Signal des Ischiasnervs verstärken. Dies erhöht die Spannung (den Tonus) in den Muskeln, die die Plantarfaszie bilden, und belastet dadurch die Sehne sowie deren Ansatzpunkt zunehmend stärker.
Sonstige Fußprobleme
Probleme wie frühere Sprunggelenksverstauchungen, Achillessehnenentzündungen und Instabilität des Sprunggelenks können zur Entstehung von Fersenspornen beitragen.
Schlechte Durchblutung des Beins/Fußes
Strukturelle Veränderungen der fußversorgenden Arterien – etwa infolge von Atherosklerose, Vaskulitis oder ähnlichen Erkrankungen – können die Blutversorgung dieses Bereichs beeinträchtigen. Dasselbe geschieht bei einer Überaktivierung des Sympathikus (vegetatives Nervensystem), die sich auf die glatte Muskulatur der Arterien auswirkt. Probleme im unteren Rücken und im Beckenbereich können die Ursache hierfür sein. Ein beeinträchtigter venöser Rückfluss kann ebenfalls ein verschlechtertes chemisches Milieu in dem Bereich schaffen und den lokalen Druck durch Flüssigkeitsansammlungen erhöhen.
Stoffwechsel und Kalziumbildung in der Plantarfaszie
Das Parathormon (PTH), das in der Schilddrüse gebildet wird, reguliert die Calciumkonzentration im Blut über die Aufnahme im Dünndarm, in den Nieren und in den Knochen. Die Calciumkonzentration im Blut ist für die Entstehung von Fersenspornen von Bedeutung.
Verdauung
Verdauungs- und Magen-Darm-Probleme – Probleme, die den Dünndarm betreffen, wie etwa ein „Leaky-Gut-Syndrom“ oder Schädigungen der Dünndarmschleimhaut (z. B. bei Morbus Crohn) begünstigen die Bildung von Fersensporn.
Die Nieren und Entzündungen in der Ferse
Nierenprobleme – Zusammen mit dem Verdauungssystem und der Schilddrüse reguliert dies die Kalziumkonzentration im Blut. Wiederkehrende Entzündungen in diesem Bereich – Dies fördert die Verkalkung der Sehnen, die am Fersenbein ansetzen.