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Seitenstiche

Erfahren Sie mehr über Seitenstiche und deren Behandlung in diesem Beitrag.

Was sind Seitenstiche?

Mit Seitenstichen bezeichnet man einen scharfen, stechenden und ziehenden Schmerz im Bereich des Zwerchfells, der während des Sports auftreten kann. Die Schmerzen können auf beiden Seiten des Körpers auftreten, sind jedoch am häufigsten auf der rechten Seite zu spüren.
Die Symptome betreffen vor allem junge Menschen, können aber bei allen Menschen auftreten, die Sport treiben.
Seitenstiche (oder auch Seitenstechen) können das Training behindern aber die Schmerzen lassen in der Regel nach, sobald eine Pause eingelegt oder die Belastung verringert wird.

Ivar Dagsson
Ivar Dagsson

Mitbegründer & CEO. Autorisierter Osteopath D.O.M.R.O.DK., autorisierter Physiotherapeut und INS-Therapeut.

Die häufigsten Ursachen für Seitenstiche

Die genauen Ursachen für Sweitenstiche (auch Seitenstechen) sind noch nicht völlig geklärt. Eine Theorie ist, dass es durch das am Zwerchfellmuskel befestigte Bindegewebe und den damit verbundenen Organen, verursacht wird. Der Magen, die Milz und die Leber verfügen alle über solche Verbindungen zum Zwerchfell, und könnte erklären, warum die Schmerzen auf beiden Seiten auftreten. Auf der rechten Seite bildet die Leber das verbindende Organ, auf der linken Seite die Milz und der Magen.

Die Leber ist im Allgemeinen schwerer als der Magen und kann bei einer erwachsenen Person bis zu 1,5 kg wiegen. Im Gegensatz dazu, kann ein voller Magen 1 – 1,5 kg Liter Nahrung aufnehmen und demnach, je nach Nahrungsaufnahme, auch so viel wiegen. Nach einer Mahlzeit dauert es in der Regel 3 – 4 Stunden, bis die Nahrung den Magen passiert hat. Dies könnte auch erklären, warum ein voller Magen das Seitenstechen verschlimmern kann. Die Milz ist, unter normalen Umständen, deutlich leichter und wiegt bei Erwachsenen zwischen 100 – 200 g.

Bei m Auftreten während des Laufens können die Bänder der Organe am Zwerchfellmuskel ziehen, was zu Schmerzen in den Bändern selbst oder im Zwerchfellmuskel führen kann.

Da Bindegewebe dehnbar ist, könnte dies erklären warum ältere Sportler*innen, deren Bindegewebe bereits durch Training gedehnt wurde, seltener unter Seitenstechen leiden.

Die derzeit in der Forschung am weitesten verbreitete Erklärung ist jedoch, dass die Schmerzen durch eine Reizung des Bauchfells (Peritoneum parietale) verursacht werden. Bei Sportarten wie dem Laufen oder dem Schwimmen wird das Bauchfell bewegt und entweder die Reibung zwischen Bauchfell und den umgebenen Strukturen (z.B. den Organen) oder die Dehnung des Bindegewebes, kann zu einer Reizung des Bauchfells führen und damit den stechenden Schmerz auslösen.

Ein voller Magen kann die Reibung zwischen Bauchfell und dem Magen verstärken, was eine weitere Erklärung sein könnte warum eine große Flüssigkeits- oder Nahrungsaufnahme vor dem Training das Seitenstechen oft verschlimmert.

Seitenstiche

So können Seitenstiche vermieden werden

Eine hohe Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahmen vor dem Training erhöht das Risiko von Seitenstechen. Kohlensäurehaltige Getränke verbleiben länger im Magen, daher ist es ratsam z.B. auf Limonaden kurz vor dem Training zu verzichten. Darüber hinaus können auch hypertonische Getränke (Getränke mit einer höheren Salz- und Zuckerkonzentration als Blut) das Risiko für Seitenstechen erhöhen.

Andererseits deutet einiges darauf hin, dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr während des Trainings das Risiko von Seitenstechen reduzieren kann, möglicherweise weil flexibles Bindegwebe genügend Flüssigkeit benötigt. Wichtig ist jedoch, dass der Magen während des Trainings nicht übermäßig mit Flüssigkeit oder Nahrung gefüllt ist. Deshalb empfiehlt sich, bereits in den Tagen vor dem Training auf eine gute Hydrierung zu achten und auch nach dem Training ausreichend zu trinken.

Es wird empfohlen, pro kg Körpergewicht, das während des Trainings verloren geht, etwa 1,2-1,5 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dadurch wird auch die spätere Regeneration verbessert.

Es kann sinnvoll sein vor dem Training auf fett- und ballaststoffreiche und Nahrungsmittel zu verzichten, da diese eine längere Verdauungszeit haben und somit lange im Magen verweilen bevor sie in den Zwölfingerdarm gelangen.

Auch ein schrittweises steigern des Trainings ist ratsam, da ein zu schnelles erhöhen der Intensität, z.B. beim Laufen, das Risiko für Seitenstechen aber auch für Überlastungsverletzungen steigt.

Seitenstiche

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