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Hypermobilität bei Säuglingen und Kindern

Erfahren Sie mehr über Hypermobilität und deren Behandlung in diesem Beitrag.

Was ist Hypermobilität bei Säuglingen und Kindern?

Hypermobilität liegt vor, wenn sich ein oder mehrere Gelenke des Körpers über das normale Maß hinaus bewegen können. Der Grund dafür ist, dass das Bindegewebe elastischer ist und das Gelenk daher leichter seine Extremposition erreichen kann.

Das überbewegliche Gelenk neigt häufig eher zu Verstauchungen, Gelenkverrenkungen und Plattfüßen. Viele Menschen verspüren nach einer Überanstrengung Gelenkschmerzen.

Es ist wichtig, die motorische Entwicklung des Kindes zu fördern, wobei darauf zu achten ist, die Gelenke nicht in extremen Positionen zu überlasten. Es ist außerdem wichtig, das Kind an Spielen und sportlichen Aktivitäten teilnehmen zu lassen, um die Kraft und Stabilität der Gelenke zu trainieren.

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Hypermobilität in Deutschland

Man schätzt, daß 20 % der Bevölkering hypermobile Gelenke haben. Das an sich ist keine Krankheit, kann aber auf eine Krankheit des Bindegewebes hinweisen. Hypermobilität tritt häufiger bei Kindern als bei Erwachsenen und häufiger bei Frauen als bei Männern auf.

Wie man Hypermobilität testet?

Eine Möglichkeit, das Vorliegen einer Hypermobilität zu beurteilen, besteht in der Anwendung des Beighton-Scores (klinischer Test):

  • Der kleine Finger kann bis zu 90 Grad nach oben gebeugt werden: 1 Punkt rechts und 1 links
  • Der Daumen kann bis zum Unterarm gebeugt werden: 1 Punkt rechts und 1 links
  • Der Ellbogen kann um 10 Grad überstreckt werden: 1 Punkt rechts und 1 links
  • Die Knie können um 10 Grad überstreckt werden: 1 Punkt rechts und 1 links
  • Handflächen kommen bei gestreckten Knien auf den Boden: 1 Punkt

Eine Punktzahl von 4 oder mehr deutet darauf hin, dass das Kind eine erhöhte Gelenkbeweglichkeit aufweist.

Es ist jedoch wichtig zu unterscheiden: hat das Kind erhöhte Beweglichkeit in einem einzelnen Gelenk, generalisierte Hypermobilität oder Hypermobilität als Teil einer erblichen Bindegewebserkrankung, z.B.:

  • Ehlers-Danlos-Syndrom: Erbliche Bindegewebserkrankung, verursacht durch Kollagendefekte und/oder Kollagenmangel, gekennzeichnet durch Überbeweglichkeit der Gelenke, Überelastizität der Haut, Gewebeschwäche und Blutungsneigung
  • Marfan-Syndrom: Erbliche Bindegewebserkrankung, verursacht durch einen Gendefekt im Fibrillin-1-Gen, gekennzeichnet durch übermäßiges Längenwachstum der Knochen in Armen und Beinen sowie durch Auswirkungen auf Sehvermögen und Herz
  • Osteogenesis imperfecta (OI): Erbliche Bindegewebserkrankung, die die Kollagensynthese beeinträchtigt, gekennzeichnet durch eine erhöhte Frakturneigung.

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Hypermobilität bei Säuglingen und Kindern

Welche Symptome/Anzeichen können auftreten?

  • Plattfüße
  • überstreckte Knie
  • überstreckte Ellbogen- und Fingergelenke
  • das Kind versucht, selbstständig in der W-Position zu sitzen
  • Gleichgewichts- und Koordinationsprobleme
  • Verminderte Ausdauer
  • Wechselnde Schmerzen/Müdigkeit, insbesondere nach körperlicher Aktivität
  • Häufige Verstauchungen

Wann Sie Hilfe suchen sollten?

Es ist wichtig, Hilfe zu suchen, wenn das Kind während oder nach körperlicher Aktivität anhaltende Gelenkschmerzen verspürt.

Was können Sie als Eltern tun?

Gute Schuhe

Gutes Schuhwerk unterstützt die Stabilität des Fußes und reduziert Beschwerden. Ein guter Schuhhet:

  • hat eine feste Fersenkappe
  • ist flexibel
  • hat eine Breite, die zum Fuß passt
  • passt gut

Kleinere Kinder (0-2 Jahre)

Unterstützen Sie die motorische Entwicklung des Kindes, indem Sie darauf achten, dass das Kind seine Gelenke nicht in extremen Positionen überlastet. Sie können beispielsweise andere Seitenpositionen als die W-Position fördern, etwa die Langsitzposition oder die Meerjungfrauenposition, oder das Kind beim Krabbeln mit den Händen an Hüfte/Knie stützen.

Ältere Kinder (ab dem 2. Lj. )

Unterstützen Sie das Kind bei der regelmäßigen Teilnahme an Spielen und sportlichen Aktivitäten, da die abwechslungsreiche Nutzung des Körpers das beste Gleichgewicht, die beste Koordination und die beste Ausdauer fördert. Es ist außerdem wichtig, dass das Kind lernt, auf seinen Körper zu hören und mitzuteilen, ob es Schmerzen oder Müdigkeit verspürt.

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Hypermobilität bei Säuglingen und Kindern

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