Wir beraten Sie zu entsprechenden Beschwerden und können helfen diese zu beheben.
Golferarm
Erfahren Sie mehr über den Golferarm und die damit verbundenen Symptome.
Was ist ein „Golferarm“?
Mediale Epikondylitis – auch als Golferellenbogen bekannt – ist die Bezeichnung für eine Überlastungsverletzung an der Innenseite des Ellbogens, an der eine Gruppe von Unterarmmuskeln ansetzt. Die Muskeln dieser Gruppe dienen dazu, die Hand- und Fingergelenke zu beugen.
Was verursacht einen Golferarm?
Ein Golferarm kann unter anderem durch wiederholte Belastung der Muskulatur an der Innenseite des Unterarms entstehen – etwa bei körperlicher Arbeit oder Freizeitaktivitäten. Bei dieser Art von Belastung, die ein Beugen und Verdrehen des Handgelenks erfordert, kommt es zu einer Überlastung des Bereichs an der Innenseite des Ellbogens, an dem diese Muskeln ansetzen.
Diese Überlastung führt somit zur Entwicklung eines entzündlichen Zustands in der Muskel-Sehnen-Einheit.
Anatomie, Inzidenz und Differentialdiagnosen
Jede Bewegung von Unterarm und Handgelenk beansprucht Muskelgruppen, die entweder an der Außenseite oder an der Innenseite des Ellbogengelenks ansetzen. Wie bereits erwähnt, ist der äußerste Teil des Ellbogenknochens betroffen.
In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle – bei etwa 90 % – ist insbesondere der Muskel extensor carpi radialis brevis betroffen. Dieser Muskel ermöglicht beispielsweise das Anheben der Hand von einer Tischplatte und kann die Hand sowie das Handgelenk in eine Position an der Handaußenkante bringen.
Typischerweise ist es eine anhaltende Zugbelastung, die zu einer Entzündung am Sehnenansatz führen kann; es wird jedoch auch eine Degeneration (Abbau) des hyalinen Knorpels beobachtet, was schrittweise zu einer zunehmenden Einschränkung der Armfunktion führen kann. Aus diesem Grund spricht man auch von einer Tendinopathie (Überlastung des Sehnengewebes).
Der „Tennisarm“ ist in der Allgemeinmedizin die häufigste Ursache für Ellbogenschmerzen.
Dieses Symptomatik betrifft etwa 1–2 % der erwachsenen Bevölkerung – am häufigsten Personen im Alter von 35 bis 50 Jahren – und wird maßgeblich durch unsere mechanische Umgebung sowie durch anhaltende, repetitive Bewegungsmuster bestimmt; es muss jedoch auch im Kontext unseres allgemeinen Lebensstils (Bewegung, Schlaf, Stress, Ernährung) und unserer Gesundheit betrachtet werden.